Die Ballettlehrerin, die nie eine sein wollte

„Niemals“, höre ich mich noch sagen und abwinken, „das ist nichts für mich.“

Der Gedanke, als Ballettlehrerin Laien Ballettschritte beizubringen, löste in mir früher blanken Horror aus. 

Ballett ist soviel mehr als nur Schritte.

So wie bei einem Dichter die Worte, sind die Schritte „nur“ das sichtbare Ergebnis der eigentlichen Arbeit.

Und überhaupt: Welcher Laie interessiert sich für die Weisheiten des Tanzes? Und wie sollte ich diese überhaupt vermitteln? Nee, nee, nee, nee, nee. „Das ist nichts für mich!“. 

Lass Dich mitnehmen auf eine Reise durch eine vier Jahrzehnte anhaltende  LiebesBeziehung zum Ballett, die mich eine Metamorphose nach der anderen durchlaufen ließ und lässt. Von der Elevin zur Solistin über meine Abkehr bis hin zur Rückkehr als – Ballettlehrerin. 

Erfahre,

  • warum ich tue, was ich tue.
  • wie das Concsious Ballet® entstand.
  • wozu ich mich heute berufen fühle.

Hol Dir gerne einen Tee oder Kaffee und let’s go! … 5,6,7,8.

Der Beginn einer großen Liebe

Als ich 5 Jahre alt war, sah ich meiner Mutter in einer privaten Ballettschule beim Training zu und dachte: „DAS will ich machen!“

Dass es sich damals um keinen Wunsch, sondern um eine Entscheidung handelte, wurde mir erst viele viele Jahre später bewusst.

Mit 8 begann mein Unterricht an einer privaten Ballettschule. Ein halbes Jahr später startete ich meine Ausbildung an der Staatlichen Ballettakademie der Württembergischen Staatstheater, der John-Cranko-Schule in Stuttgart, wofür ich ganz selbstverständlich 6x die Woche jeweils eine Stunde Hin- und Rückfahrt in Kauf nahm.

Bis ich 12 Jahre alt war, verlief alles soweit hervorragend. Liebevolle Ballettlehrerinnen lehrten uns mit Geduld, wohlwollender Strenge, pädagogischem Einfühlungsvermögen und gelegentlichem Augenzwinkern Ballett.

Ich wirkte an Vorstellungen des Stuttgarter Ballett mit und sog die Ära um Marcia Haydeé, Birgit Keil und Richard Cragun hautnah auf und stand mit ihnen gemeinsam auf der Bühne.

Ein erster Knacks

Den ersten Knacks erhielt ich durch den Wegzug meiner Lieblings-Ballettlehrerin in die Staaten.

Die neue Lehrerin kam aus der damaligen DDR und ich kam das erste Mal mit der Härte  des russischen Systems in Berührung. Diese Frau erfüllte fast jedes negative Klischee einer Ballettlehrerin.

Sie war jedoch kein schlechter Mensch. Sie gab nur weiter, was sie selbst gelernt hatte und woran sie glaubte. Auch wenn die Wunden schmerzten, die sie mir durch ihr Verhalten zufügte, mochte ich sie. Sie war kein böser Mensch und meinte es im Grunde nur gut.

Rückblickend weiß ich, dass dieser Knacks mich zwang, mich innerlich umzudisponieren. Ballett war bis dahin mein sicherer Hafen gewesen. Hier kannte ich die Regeln, wusste, wo mein Platz war, fühlte mich aufgehoben. Auf einmal war das alles weg und wurde genauso unberechenbar, wie ich mein Leben außerhalb der Ballettschule empfand.

Mein Seelenort

Ich erlebte eine Phase, in der ich über Monate hinweg in fast jedem Training unkontrolliert weinte. Das Weinen wurde durch die Musik ausgelöst und ich konnte nichts dagegen unternehmen. Vom Training ließ ich mich deswegen nicht abhalten und nach einigen Monaten hörte es wieder auf.

Aus heutiger Sicht würde ich sagen, mein System hat damals das Fundament eines inneren Ortes gelegt, an den ich meine Seele und meine Gefühle in Sicherheit bringen konnte. Dieser Seelenort war weit weg von allem ganz tief in mir drin. Ich hatte mich weit weit in mich selbst zurückgezogen.

In gewisser Weise ermöglichte mir das Ballett auf diese Weise das seelische Überleben in einer Umgebung, die ich mit zunehmendem Alter als immer härter und kälter empfand. Nicht nur in der Ballettschule.

Den Teil von mir, den ich an diesen Seelenort brachte, war nur noch durch Musik und Tanz erreichbar. Für andere öffnete er sich auch nur noch im Tanz. Dieser sichere Ort sollte später Anlass sein, dem Tanz den Rücken zu kehren.

Der große Bruch

Mit 14 wechselte ich unfreiwillig wegen eines Umzugs nach Hamburg an die John Neumeier Schule, der Staatlichen Ballettschule des Hamburg Ballet. Niemals hätte ich mir erträumt, mir meine DDR-Ballettlehrerin zurückzuwünschen. Bis ich meine neue Ballettlehrerin erlebte.

Bei dieser Frau konnte ich keine Liebenswürdigkeit mehr im Leib wahrnehmen. Ich empfand sie als böse. Sie toppte wirklich ALLE Klischees, die Du jemals über eine Ballettlehrerin aufgeschnappt hast. Ihr russisches “iiiiiiiii rrrrasssssss” klingt mir bis heute in den Ohren. 🙉

Bei ihr lernte ich, mir meine Aufmerksamkeiten zu erhungern. Glücklicherweise fehlte es mir in dieser Beziehung an Ehrgeiz, um bei einer Körpergröße von über 1,70m dauerhaft unter 50kg zu bleiben.

Die Angst nahm Überhand

Diese Lehrerin wurde nach einem Jahr gegangen es  folgte eine liebenswürdige, warmherzige Ballettlehrerin und wundervolle Pädagogin. Für mich leider zu spät.

Das mit 12 Jahren angelegte unterirdische System, dass mir erlaubte, mich in mich selbst zurückzuziehen, war mir vertraute Umgebung geworden.

Dort fühlte ich mich sicher. Und auch, wenn ich spürte, dass meine neue Ballettlehrerin es wirklich gut mit mir meinte, hatte ein Teil in mir schon zu viel Vertrauen in diese Welt verloren und war nicht mehr bereit, hervorzukommen.

In Hamburg schien meine Leidenschaft fürs Tanzen nicht zu zählen. Meine Begeisterung und mein Selbstvertrauen waren umgeschlagen in Angst vor Fehlern. Am meisten jedoch in die Angst, nicht dünn genug zu sein. 

Mein Talent und meine Arbeit schienen ohne die entsprechende Dürre meines Körpers nichts wert zu sein. Zudem wurde mir negativ ausgelegt, dass es mir nicht egal war, wenn eines der Mädchen weinend aus dem Training lief und ich nachging, um nach ihr zu sehen. Ich sei zu sensibel für diese Welt, hieß es.

Zu sensibel für diese Welt

Wenn “zu sensibel” sein bedeutet, nicht in einer Welt leben zu wollen, in der Menschen glauben, es sei von Vorteil, seine seelischen Schmerzen wegzudrücken und sich eine dicke Haut zuzulegen, dann JA, dann bin ich zu sensibel für diese Welt.

Denn nur, weil diese Menschen ihre seelischen Schmerzen nicht mehr fühlen können, bedeutet das nicht, dass ich als Hochsensitive sie nicht fühlen kann. Es war ein harter Lernprozess, damit umgehen zu lernen. Und ist heute eine meiner größten Stärken.

Ich war bereit, viel von mir wegzudrücken, in dem verzweifelten Glauben, es würde mir dann besser gehen. Doch weigerte ich mich, diesen letzten Schritt zu gehen, mit dem ich mich endgültig zubetoniert hätte. In meinem tiefsten Inneren glaubte ich nie daran, dass dieser Weg der richtige sein kann. Auch wenn alle um mich herum das so zu leben schienen.

Nach der Halbjahresprüfung in meinem 2. Jahr in Hamburg – ich war 16 – meldete ich mich eigenständig von der Ballettschule ab. Ich hatte es satt, meinen Wert von meinem Gewicht abhängig zu machen. 

Die Jahresendprüfung machte ich trotzdem und fiel durch. Damit hatte ich gerechnet, als ich 6 Wochen vor der Prüfung bat, sie absolvieren zu dürfen.

Mir ging es dabei nicht primär um das Bestehen der Prüfung. Ich war realistisch genug zu wissen, dass eine Schülerin, die der Schule freiwillig den Rücken gekehrt hatte, nicht die besten Voraussetzungen hatte, um weiterzukommen. 

Mein Fokus lag darauf, mich vor späteren Selbstlügen zu bewahren. Ich wollte verhindern, später sagen zu können: „Hätte ich die Prüfung damals gemacht, wäre ich Tänzerin geworden.“

Diese Erfahrung war eine der tiefgründigsten meines Lebens, die ich nicht missen möchte. Ich glaube sogar, ohne diese Erfahrung wäre ich keine Tänzerin geworden. Denn ich lernte damals, worum es im Wesentlichen geht: Nicht primär um das Ziel als vielmehr um die Art, WIE ich diesen Weg gehe.

Ich verzichtete in diesen 6 Wochen auf jegliches Drama. Den fiesen Stimmen in meinem Kopf hörte ich einfach nicht mehr zu. Stattdessen fokussierte ich mich auf mein Vorhaben und zog mein Ding durch. Mir war klar, dass ich ein Scheitern nur dann würde akzeptieren können, wenn ich ALLES gegeben hatte, was jetzt noch in meiner Macht lag.

Diese 6 Wochen bescherten mir mein erstes Lebensmotto: Vermeide WENNs in Deinem Leben, wenn Du kannst.

Ein „normaler“ Teenager

Es folgten Jahre der Orientierungslosigkeit, in denen ich mich ausgiebig der Bulimie hingab. Es gab nichts mehr, wofür es sich für mich zu leben lohnte, da konnte ich die Zügel schießen lassen – so meine Gedanken.

Ich lernte, wie ein ganz „normaler“ Teenager zu leben. Sammelte meine ersten Erfahrungen mit Jungs, fing an zu rauchen, brach die Schule ab, zog aus und lernte, mich selbst über Wasser zu halten.

Nach drei Jahren wurde ich durch “Zufall” auf eine neu gegründete Berufsfachschule für Tanz aufmerksam und nahm meine Ausbildung wieder auf.

An dieser Schule lernte ich die viel freiere amerikanische Art zu trainieren kennen (try & error) und hielt 2,5 Jahre später meinen ersten Vertrag als Gruppentänzerin mit Soloverpflichtung am Landestheater Kiel in Händen. Das war 1997.

Theaterzeit

Es folgten weitere Engagements als Solistin am Staatstheater Kassel (1999 – 2001) und am Staatstheater Braunschweig (2001 – 2010), wo ich heute mit meinen beiden Kindern lebe.

Ich durfte Gastspiele in Polen und China geben und repräsentierte auf mehreren deutschen Tanztreffen die Arbeit der Compagnien der jeweiligen Theater.

2005 durchlebte ich einen Burnout. So viel zu der vielgehörten Aussage: “Du musst einfach nur Deinem Traumberuf nachgehen, dann bekommst Du auch keinen Burnout!” Das ist ausgemachter BULLSHIT!

Burnout entsteht durch zwischenmenschliche Konflikte. Vor allem die Ängste und Glaubenssätze, die zu der Unfähigkeit führen, NEiN zu sagen und angemessene Grenzen zu setzen, sind hier maßgeblich entscheidend.

2010 erlebte ich einen Wearout, das äußerlich von einem Burnout nicht zu unterscheiden ist. Das innere Erleben dieser beiden Phänomene dagegen trennt Welten.

Die große Wende

Im selben Jahr wachte ich eines Morgens auf und hatte glasklar eine Botschaft im Ohr: “Du musst gehen!” Es war die klare Aufforderung, meine aktive Laufbahn als Tänzerin zu beenden.

Auf mein Nachfragen, weshalb, erhielt ich die Antwort: “Um ganz werden zu können!”

Unterschwellig war mir schön länger bewusst gewesen, dass ich meine Gefühlswelt auf die Bühne ausgelagert hatte. Ich hatte zwar keine Ahnung, wie ich das gemacht hatte, geschweige denn, wie ich das würde rückgängig machen können.

Was mir jedoch schmerzlich bewusst war, war, dass mein verlässlichster Lehrer, der mich wie nichts anderes in meinem Leben in meiner persönlichen Entwicklung gefordert und gefördert hatte, nun daran hinderte, zu leben.

Heute weiß ich, dass ich damals an den Punkt gekommen war, an dem jede:r Traumaüberlebende irgendwann landet, wenn sie/er sich nicht bewusst darüber wird, dass sie/er traumatisiert ist:

Der Moment, wenn sich die Überlebensstrategie ”plötzlich” gegen Dich wendet und zur Ursache Deiner Probleme wird.

Wege wollen nicht nur geträumt werden

Ich musste das Ballett loslassen, um mir die Chance zu geben, aus den Katakomben in mir zurück an die Oberfläche zu finden. Ich wusste, würde ich weitertanzen, würde ich weitermachen wie bisher. 

Es war Zeit, mich von Geschichten, deren Ausgang ich schon im Vorfeld kannte, zu verabschieden und mich auf das Unbekannte einzulassen – das LEBEN. Das bezog sich vor allem auch auf meine damaligen Glaubenskonstrukte, die mir weismachten, ich wüsste, wie das Leben läuft.

Das machte mir Riesenangst. Doch ich spürte, es muss sein. Und dass sich mir der Weg im Gehen unter die Füße legen würde.

Die Zeit „zwischen“ dem Tanzen

Nachdem ich meine Tanzkarriere beendete, machte ich eine Ausbildung zur Personal Trainerin, begann parallel dazu meine Ausbildung zur Burnout Lotsin (heute Balance Sensor) und Burnout Coach. Über diese Ausbildung kam ich zum Lachyoga, wurde Lachyoga-Lehrerin und bildete eine zeitlang selbst Lachyogis aus.

Durch meine Arbeit mit meinen Klient:innen kam ich auf die Idee, mich zur Führungskräfte-Trainerin in Gesundem Führen ausbilden zu lassen. Der Fisch beginnt ja bekanntermaßen immer am Kopf zu stinken.

Mit einem fremden Konzept als Führungskräfte-Trainerin zu arbeiten, zog mich allerdings nie. Stattdessen konzipierte ich nach dieser Ausbildung einen eigenen Führungskräfte-Workshop, der auf Strukturen von Tanz in Gruppen basiert und bei einem Testlauf mit 12 Führungskräften auf totale Begeisterung stieß. Dieser Workshop liegt derzeit in der Schublade und wartet auf seine Zeit. 

Floor Barre, Trance Tanz, Positive Psychologie…

Ich absolvierte unzählige Weiterbildungen und Selbsterfahrungsseminare in den Bereichen Körperarbeit, Gewaltfreie Kommunikation, Positive Psychologie, absolvierte einen Vorbereitungskurs zur Heilpraktikerin für Psychotherapie (ohne Prüfung), nahm an einer Ausbildung zur Trance Tanz Presenterin teil, zur Floor Barre Trainerin und und und.

2021 absolvierte ich eine Ausbildung als spirituelle Beraterin und als Aromapraktikerin. Parallel begann ich mich mit den Chakren und der Psychologie der Chakren zu beschäftigen.

2022 begann ich meine Ausbildung als Energy Consultant und New Spirit Coach bei Bahar Yilmaz und Jeffrey Kastenmüller, um meine energetischen Fähigkeiten zu verfeinern und gezielter anwenden zu können.
Diese Ausbildung erweist sich als perfekte Bestätigung und Ergänzung zu allem, was ich bereits intuitiv seit vielen vielen Jahren mache.

Während all dieser Ausbildungen tauchte ich 15 Jahre lang tiefer und tiefer in die Selbsterforschung ein.
Ich war schon immer jemand, die den Dingen gerne auf den Grund geht. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich tauschte mich mit vielen Menschen aus, beobachtete meine Klient:innen und lernte von ihnen. Buchte Coachings und Kurse, bis ich an die Wurzel meines Kerntraumas vordringen, es lösen und integrieren konnte. 

Meine Selbsterforschung erstreckt sich mittlerweile weit über mein eigenes und mein familiäres System hinaus bis ins transgenerationale und kollektive Feld. Ahnenarbeit und Patriarchatsforschung sind u.a. als Forschungsfelder hinzugekommen.

Ich wollte nie Ballettlehrerin werden

Während all dieser Zeit unterrichtete ich mal mehr mal weniger an privaten Ballettschulen.

Direkt nach meiner Zeit am Theater übernahm ich feste Klassen, die ich dann wieder abgab. Ich sah mich selbst nie als Ballettlehrerin. Eher als Impulsgeberin.

Von Beginn an sprach ich im Unterricht von Energien und versuchte in Worte zu fassen, was ich selbst beim Tanzen fühle und spüre.
Dabei hatte ich immer das Gefühl, meine Schüler:innen halten mich für verrückt und können mit meinen Anleitungen nicht wirklich was anfangen. Was so aber gar nicht stimmte. 

Nach etwa 3-4 Jahren kompletter Abstinenz rief mich das Ballett 2019 wieder. Es war Zeit, zurückzukehren.

Ich übernahm wieder eine feste Klasse. Etwas später eine zweite mit überwiegend älteren Teilnehmenden und mit ihnen änderte sich für mich alles.

Diese Klasse war so begeistert über meine Art Training zu geben und gab mir so viele bestärkende Rückmeldungen, dass ich begann, daran zu glauben, dass mein Ansatz zu Unterrichten doch für andere interessant sein könnte. Dass es sehr wohl Menschen gibt, die Interesse daran haben, auf diese “energetische” Weise unterrichtet zu werden und für die Weisheiten des Tanzes offen sind.

Wie das Conscious Ballet entstand

Ich liebe es, die Bewegungen meiner Schüler:innen energetisch zu lesen. Dabei nutze ich vor allem meine sehr feine Wahrnehmung der Bewegungsqualität.

Mein Ziel ist, immer besser ergründen  zu können, wo und vor allem WIE genau meine Trainees auf der physischen, energetischen, mentalen und/oder emotionalen Ebene ansetzen können. Dafür nutze ich meine Hochsensitivität, die mir erlaubt, mich in das Energiefeld meiner Trainees einzufühlen.

So kann ich ganz gezielte Impulse geben, um sie darin zu unterstützen, die Bewegungen wirklich zu ihren eigenen zu machen, technische Hürden zu meistern UND sich gut zu fühlen.

Nach und nach ließ ich immer mehr Wissen aus all den anderen Bereichen in meinen Unterricht einfließen. Irgendwann fiel mir auf, dass meine Gehirnwindungen nach dem gemeinsamen Nenner von Ballett und Burnoutaufarbeitung suchten. Intuitiv ist er mir schon lange klar. Doch in Worte fassen lassen wollte er sich nicht.

Ein neues Projekt entsteht

So entstand im Oktober 2020 das Conscious Ballet®. Es ist Ausdruck eines 10 Jahre lang gehegten Traums, Menschen, die nicht professionell tanzen (wollen), an der Weisheit des Tanzes teilhaben zu lassen.

Meine Beziehung zum Ballett, soweit ich sie bisher greifen kann, besteht aus einer rückhaltlosen Liebe und Leidenschaft zu dem, was Ballett für mich ist, und einem Kampf mit dem, wozu Ballett gemacht wird und womit ich in der Ausübung meiner Berufung automatisch konfrontiert war.

Seit ich den Mut fand, meinen Traum in die Tat umzusetzen und daraus das Conscious Ballet® zu entwickeln, hat sich für mich ein neues Forschungsfeld eröffnet:

Die Rolle von Ballett in unserer Gesellschaft.

Ballett wird missbraucht

Ballett ist für mich die Spielwiese des harmonischen Zusammenspiels von Gefühl und Form, Kraft und Weichheit, Stärke und Sanftheit. Kurz: Der weiblichen und männlichen Qualitäten in uns.

Ich sehe Ballett missbraucht als Waffe gegen Mädchen und Frauen sowie gegen Jungen und Männer und Diverse, die nicht in das Bild einer patriarchalen Gesellschaft passen.

Es wird als Austragungsort eines unerbittlichen Kampfes zwischen Gefühl und Form benutzt, indem die Form über das Gefühl erhoben wird. Sowohl bei der Ausführung von Ballett wie auch in der äußerlichen Erscheinung der Ausübenden.

Ich brauchte 37 Jahre meines Lebens, um diesen Unterschied zwischen meiner Liebe zum Ballett, was es für mich ist, und meiner Gefangenschaft in den Wirrnissen des Systems, das es missbraucht, zu erkennen und zu verstehen.

Ich fühle mich gerufen, diesen Unterschied aufzudecken, indem ich in meinen Trainings darüber spreche. Vor allem, indem ich es so allumfassend lehre, wie ich es verstehe. 

Ich sehe meine Mission darin,  Heilung in das Feld des Balletts zu bringen, indem ich die Weisheiten des Balletts in meinen Trainings und auf meiner Seite zugänglich mache. 

Meine Vision

Ich will daran mitwirken, das Bild von Ballett und Ballettausübenden in der allgemeinen Bevölkerung radikal zu verändern.

Niemand soll sich mehr Gedanken darüber machen, ob sie/er fürs Ballett „geeignet“ oder „talentiert“ genug ist. Die Frage nach dem persönlichen SPAß und Nutzen soll stattdessen im Vordergrund stehen.

Es kann nicht sein, dass eine so wertvolle Ressource praktisch ungenutzt bleibt, weil sie mit völlig abstrusen Vorstellungen und falschen Vorurteilen zubetoniert ist.

Wofür ich gehe

Es gibt so viel Inspirierendes und Wissenswertes, was wir vom Ballett und vom Tanz für unser Leben und Miteinander lernen und nutzen können, dass es eine Schande wäre, dieses Wissen nicht zu entstauben und einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

Genau dazu möchte ich beitragen. Sei es, um alte Wunden zu heilen oder sich einen Traum zu erfüllen. Oder beides.

Es muss nicht immer die Hauptrolle im Außen sein. Viel wichtiger ist es , die Hauptrolle im eigenen Leben innezuhaben. 

Genau darum geht es auch in meinen Coachings und Mentorings: Dich selbst in den Mittelpunkt Deines Lebens zu stellen. Damit Du gut verwurzelt und gestärkt für die Menschen da sein kannst, die Dir am Herzen liegen, und den Beitrag in der Welt leisten kannst, für den Du geboren wurdest.

Möchtest Du Conscious Ballet® gerne ausprobieren, kannst Du Dir hier eine Schnupperstunde Deiner Wahl (hier klicken) buchen, falls Du bereits Vorkenntnisse hast, oder Deinen Platz im Einführungskurs für Erwachsene (hier klicken) buchen, in dem Du die wichtigsten Grundkenntnisse erlangst und Dich befähigt, im Anschluss in eine Anfängerklasse einzusteigen.